MOTORRAD: LÜTHI MIT VERHALTENEM AUFTAKT

Motorrad

13.08.2010 

(Si) Tom Lüthi ist verhalten in die zweite Saisonhälfte gestartet. Zum Auftakt des Rennwochenendes in Brünn (Tsch) beendete der WM-Zweite der Moto2-Klasse das erste freie Training im 15. Rang. Dominique Aegerter musste sich mit Platz 22 begnügen.

Platz 15 mit einem Rückstand von 0,866 Sekunden auf Fonsi Nieto (Sp) nach dem Freitagstraining ist in dieser Saison bei Lüthi noch kein Grund zur Sorge. Nur einmal (4. in Barcelona) gehörte der Berner am ersten Tag zu den Top-Leuten. Dennoch hinderte ihn das nicht daran, in der ersten Saisonhälfte viermal aufs Podest zu fahren. Auch der WM-Titel bleibt für ihn in realistischer Reichweite. Vor allem, weil WM-Leader Toni Elias mit einem kleinen Handicap ins GP-Wochenende startete. Der Spanier, der in der WM-Wertung 42 Punkte vor Lüthi liegt, wurde nach einem unerlaubten Test, den er und sein Team am 8. August in Misano (It) absolvierten, vom Internationalen Verband FIM mit einer Sperre sanktioniert, die er im freien Training absitzen musste. Nach der einmonatigen Sommerpause musste sich Lüthi wieder an sein Motorrad gewöhnen: "Am Anfang kam ich mir etwas eingerostet vor, im ganzen Training musste ich meinen Rhythmus suchen", erklärte der Emmentaler, "die Abstimmung muss sicherlich noch verbessert werden, aber wir sind sehr zuversichtlich."

Lüthi hat mit der Rundstrecke in Mähren noch eine Rechnung offen. Zwar feierte er hier 2005 einen seiner vier GP-Siege, die ihn zum WM-Titel in der 125-ccm-Klasse führten. Doch die Ziellinie überquerte Lüthi in Brünn letztmals vor drei Jahren. 2008 stürzte er nach einem Fahrfehler in der 4. Runde, 2009 war sein Rennen schon nach der ersten Kurve beendet, als er vom Tschechen Karel Abraham abgeschossen wurde.

Krummenacher wie gewohnt in Top Ten

In der Achtelliter-Klasse bewegte sich Randy Krummenacher in seinem gewohnten Umfeld. Als Siebenter beendete er das freie Training zum siebten Mal in Folge in den Top Ten. Mit dem Rückstand dürfte der Zürcher Oberländer aber nicht ganz zufrieden sein. Auf den Schnellsten Nicolas Terol (Sp) verlor Krummenacher 1,848 Sekunden. Eine Schrecksekunde erlebte WM-Leader Marc Marquez. Der Spanier, der die letzten fünf Grands Prix in Folge gewonnen hat, stürzte gegen Ende des freien Trainings auf die Schulter. Wenig später gab sein Team Entwarnung: der Derbi-Fahrer erlitt keinen Schlüsselbeinbruch, sondern kugelte sich "nur" die Schulter aus.