26.07.2010
(Si) Richard Gasquet (ATP 47) ist die Rückkehr ins Wettkampftennis gelungen. Der zuletzt am Rücken verletzte Franzose setzte sich in seinem ersten Match nach 48 Tagen gegen Farrukh Dustow (ATP 457) 6:3, 6:4 durch.
Gasquet, im Berner Oberland Champion von 2006, legte einen Blitzstart hin, traf aber nach dem 3:0 auf starke Gegenwehr des Usbeken, der viel besser spielte, als dies sein Ranking aussagt. Der Südfranzose schaffte in der gutklassigen Partie das entscheidende Break im neunten Game des zweiten Satzes und war sehr zufrieden: "Für mein erstes Spiel nach so langer Zeit war das gut. Mir geht es hier darum, so viele Matches wie möglich zu gewinnen." Nächster Gegner des Stilisten ist der Deutsche Daniel Brands (ATP 76).
Als erster Gesetzter ausgeschieden ist Tommy Robredo (Sp/5). Der einstige Top-Ten-Crack brach gegen den Portugiesen Frederico Gil (ATP 83) völlig ein und verlor den Entscheidungssatz 1:6.
Bastl/Brown, das ungleiche Duo
Für das grösste Spektakel sorgten aber George Bastl/Dustin Brown, die im Doppel Igor Andrejew/Michail Juschni eliminierten und dabei für Begeisterungsstürme unter den Zuschauern auf dem Nebenplatz sorgten. Bastl und Brown könnten äusserlich unterschiedlicher nicht sein -- Bastl lässt sich einen Vollbart wachsen, der jeden Eishockey-Playoff-Bart zum Fläumchen verkommen lässt und Brown erinnert an den typischen "Rastaman" -- und sorgten nicht nur mit ihrem Spiel sondern auch punkto Kommunikation vollends für Verwirrung. Der Schweizer mit amerikanischem Pass und tschechischen Wurzeln feuerte sich mit "yes und come on" an und der Jamaikaner mit deutschen Wurzeln und dem so unberechenbaren Spiel ergänzte jeweils mit "richtig". Für die Freunde aus Moskau war dies zuviel: Sie verloren das Champions-Tiebreak gleich mit 3:10.