04.07.2010
(Si) Felipe Melo, Brasiliens Unglücksrabe beim 1:2 gegen Holland, wäre mit seinem Eigentor und der roten Karte genug bedient gewesen. Auf dem Weg in den Spielertunnel musste sich der 26-jährige Mittelfeldspieler von Juventus Turin übelste Beschimpfungen anhören, die Polizei konnte aufgebrachte "Fans" gerade noch abdrängen. Via Twitter erhielt Felipe Melo von WM-Rekordtorschütze Ronaldo einen entscheidenden Tipp, wie er seine Zeit bis zur Rückkehr nach Europa nützen soll: "Er sollte seine Ferien nicht in Brasilien verbringen."
Dunga intern verabschiedet
In einer emotionalen Rede hat Julio Cesar Brasiliens Nationaltrainer Carlos Dunga für seine vierjährige Arbeit gedankt. "Du hast eine Gruppe von Freunden, von Brüdern geformt. Wir hätten die WM so gerne für dich gewonnen", sagte der Goalie von Inter Mailand bei einem Essen der ausgeschiedenen "Seleçao" in Port Elizabeth. Dunga hatte nach dem Viertelfinal-Out gegen Holland angedeutet, dass seine Amtszeit beendet ist. Der Verband hat sich noch nicht dazu geäussert.
Paraguay-Fans light
Wegen der Ausschreitungen nach dem gewonnenen Achtelfinal gegen Japan hat die Regierung in Paraguay die "ley seca" aktiviert. Eigentlich wird das "trockene Gesetz", das den Alkohol-Konsum auf öffentlichen Plätzen verbietet, normalerweise in Lateinamerika nur während Wahltagen in Kraft gesetzt. Die Fans der "Albirroja" müssen sich vor den gigantischen Leinwänden nun mit "terere", einer südamerikanischen Eistee-Version, begnügen.
Zwei Tote nach Ghana-Spiel
Ein Streit in einer Bar in einem Vorort der kenianischen Hauptstadt hat zwei Tote gefordert. Grund für die Auseinandersetzung war das WM-Spiel Ghana - Uruguay. Eine Gruppe Jugendlicher geriet aneinander, ein Mann wurde erstochen. Die restlichen Gäste übten anschliessend Selbstjustiz und erschlugen den Täter.