FUSSBALL: WM SPLITTER

Fussball

30.06.2010 

Alles Müller oder was?

(Si) Lahm, Podolski oder Schweinsteiger: alle, die denselben Nachnamen wie ein Spieler des deutschen WM-Kaders tragen, können in Leipzig gegen Vorführen des Ausweises gratis ins Public Viewing. Alle? Nicht ganz. Die vielen Müllers unter den DFB-Fans müssen eine Auflage erfüllen: nur wenn sie exakt Thomas Müller heissen, sparen sie die acht Euro Eintritt.

Das 'c' macht den Unterschied

(Si) "Die Seleção ist raus aus der WM" -- mit diesem versehentlich gedruckten Zeitungsinserat auf Portugiesisch schockte die brasilianische Supermarkt-Kette "extra" die Fans in Brasilien. Mit einem Buchstaben mehr wäre das Inserat sogar korrekt gewesen: während sich Brasiliens Auswahl 'Seleção' schreibt, nennt man in Portugal das Nationalteam, das sich im Achtelfinal gegen Spanien verabschiedete, 'Selecção'.

Mobile Moscheen während der WM

(Si) Damit in Saudi-Arabien die fünf täglichen Gebete nicht der WM zum Opfer fallen, hat die Religions-Polizei in der Hauptstadt Riad mobile Moscheen installiert, damit die Gläubigen während der WM-Spiele beten können.

Busse für Garderoben-Stürmer

(Si) Der englische Fan Pavlos Joseph, der nach dem 0:0 Englands gegen Algerien in die Kabine der 'Three Lions' gelangte, wurde von einem Gericht in Kapstadt zu einer Busse von 75 Euro verurteilt. Nicht so glimpflich dürfte dagegen der verhaftete Journalist der Zeitung "Sunday Mirror" davonkommen, der dem 32-jährigen Joseph offenbar den Zutritt zur Spieler-Garderobe ermöglicht hatte, um eine gute Story zu bekommen.

Wechselwirkung zwischen Fussball und Politik

(Si) Irans Aussenminister Manouchehr Mottaki zeigte sich erfreut über das vorzeitige Aus einiger WM-Teilnehmer. "Bei dieser WM sieht man die Wechselwirkung von Politik und Fussball. Staaten wie die USA, Frankreich oder England, die eine Schlüsselrolle bei der Verhängung neuer Sanktionen gegen den Iran gespielt haben, schieden früh aus." Schade nur, dass sich der Iran an der WM nicht selbst gegen diese Staaten behaupten konnte: Irans Nationalteam vermochte sich nicht für die WM zu qualifizieren.