09.06.2010
Der Titelverteidiger ist gelandet
(Si) Weltmeister Italien ist am Mittwochmorgen nach knapp zehnstündigem Charterflug aus Mailand kommend in Johannesburg gelandet. Das leicht übernächtigt wirkende Team fuhr nach der Ankunft ins Camp nach Centurion. Mit an Bord war als 24. Spieler Andrea Cossu (Cagliari), der im Falle eines Forfaits den angeschlagenen Andrea Pirlo ersetzen würde.
Capellos Ausraster
(Si) Im englischen Camp scheinen die Nerven vor dem ersten Spiel gegen die USA blank zu liegen. Trainer Fabio Capello schrie im Rustenburg-Komplex vor dem Training die Fotografen und Kameraleute an, weil diese ihre Linsen auf die Richtung Rasen laufenden Spieler gerichtet hatten. "Warum macht ihr Fotos der Räumlichkeiten? Dafür gibt es keine Entschuldigung", empörte sich der Italiener, der nach den Leistungen in den letzten Testspielen auch den Akteuren gegenüber "sehr laut" (John Terry) geworden ist.
Vuvuzelas landesweit
(Si) Zur Einstimmung auf die WM und zur Unterstützung des heimischen Teams sind am Mittwochmittag um 12.00 Uhr in ganz Südafrika die Vuvuzelas ertönt. Die umstrittene Fan-Tröte war auch im nationalen Radio vor den Mittagsnachrichten zu hören, denen die Nationalhymne voranging. Südafrikas Nationalteam ("Bafana Bafana") braucht nach Ansicht seiner Anhänger als Aussenseiter ein ohrenbetäubendes Spektakel, um bei der WM in den Final zu kommen.
Hoher Besuch im US-Team
(Si) US-Trainer Bob Bradley hat seine Spieler auf ungewöhnliche Weise für das Auftaktspiel gegen England motiviert. Der legendäre Helikopter-Pilot Dan Jollota, dessen Einsatz im Oktober 1993 in Somalia den Hollywood-Streifen Black Hawk Down inspiriert hat, sprach unter dem Motto "Keiner wird zurückgelassen" über Tapferkeit und Teamwork. Zweiter prominenter Redner war Bill Russell, mit elf Titeln der erfolgreichste NBA-Basketballer aller Zeiten.
Journalisten überfallen
(Si) Die Diskussion über die Sicherheit hat neuen Nährstoff erhalten. In der Nacht auf Mittwoch wurde eine abgelegene Lodge mit drei Medienschaffenden in Magaliesburg, rund 120 Kilometer von Johannesburg entfernt, überfallen. Die bewaffneten Täter entwendeten sämtliches Bargeld sowie Arbeitsausrüstung und Koffer der Journalisten. Alle Opfer blieben unverletzt.
Serben wechseln Trainingsplatz
(Si) Serbien hat sich nach dem ersten Training in Südafrika mit Erfolg bei der FIFA beschwert. Der erst vor kurzem neu verlegte, noch etwas unebene Rasen im AM Muller Stadium in Johannesburg sei gelinde gesagt "etwas schwierig zu bespielen und birgt eine grosse Verletzungsgefahr". Nach dem Segen des Weltverbands wird sich Serbien ab Donnerstag im Stadion der städtischen Universität auf seine Spiele vorbereiten.
Frühe Tagwache für Brasilianer
(Si) Die Dopingkontrolleure der FIFA zwangen einige Spielern Brasiliens, ungewohnt früh aufzustehen. Um 6 Uhr wurden im WM-Quartier in Randburg unter anderem die Champions-League-Sieger Julio Cesar und Maicon (Inter Mailand) zur unangekündigten Urinabgabe gebeten. Im Lager der Portugiesen mussten acht Akteure um Deco und Pepe zum frühen Wasserlösen unter Aufsicht antraben.
Total-Ausfall kostet 543 Millionen Euro
(Si) Sollten Terrorismus, Krieg, Naturkatastrophen oder Unruhen einen Total-Ausfall, Verschiebungen oder einen Gastgeber-Wechsel verursachen, wäre die FIFA finanziell dagegen abgesichert. Schon im Falle vergleichsweise kleinerer Störungen würde der Weltverband bis zu 543 Millionen Euro kassieren. Zu den Rückversicherungen, die einzuspringen hätten, gehört auch eine grosse Schweizer Firma (Swiss Re).