EISHOCKEY: EISHOCKEY WM SCHWEIZ-DEUTSCHLAND

Eishockey

19.05.2010 

(Si) Am Tag vor dem Viertelfinal gegen Deutschland liess es das Schweizer Nationalteam mit einem trainingsfreien Tag ruhig angehen. Gute Nachrichten gab es von der medizinischen Abteilung: Der gegen Schweden ausgefallene Julien Vauclair kann spielen.

Nach einem Check im ersten Drittel der Zwischenrunden-Partie gegen Schweden (0:5) fiel Vauclair mit einer Oberkörperverletzung aus. Zu näheren Untersuchungen wurde der 30-jährige Verteidiger des HC Lugano noch während der Partie ins Spital gebracht. Am Tag danach gab Trainer Sean Simpson Entwarnung: "Julien kann spielen."

Damit kann der Schweizer Trainer im brisanten Prestige-Duell gegen den Gastgeber aus dem Vollen schöpfen. Simpson wird wohl auf die selben Spieler setzen wie gegen Schweden. Die einzige offene Frage blieb vorerst jene des Torhüters: Ob er auf Martin Gerber (bisher 4 Spiele) oder Tobias Stephan (2) vertraut, liess Simpson offen.

Simpson erschien am Tag vor dem Viertelfinal gegen den Gastgeber als Einziger der Schweizer Equipe im Stadion. Den Spielern verordnete er einen Ruhetag. Er liess das Training ausfallen und beschränkte das Programm auf einige Theorie-Sitzungen im Hotel. "Es ist wichtig, dass die Spieler einen Tag abschalten können", begründete Simpson die Abschottung von der Öffentlichkeit. "Es hilft nicht, wenn wir über die Partien gegen Norwegen oder Schweden sprechen. Wir müssen den Fokus nun auf die schwierige Partie vor uns richten."

Mit einem Sieg würde die Schweiz zum ersten Mal seit 1998 in die WM-Halbfinals einziehen. Simpson verglich die anstehende Partie mit einem entscheidenden Playoff-Spiel: "Es ist wie ein siebentes Spiel, das du auswärts in Bern oder Zürich bestreitest. Deutschland hat bislang ein super Heimturnier gespielt und den Heimvorteil gut ausgenutzt. Das wird nicht einfach für uns." Das letzte Zwischenrundenspiel der Deutschen gegen die Slowakei (2:1) am Dienstag beobachtete Köbi Kölliker für den Schweizer Trainerstaff.