SKISPRINGEN: KEIN ÖSV-PROTEST GEGEN AMMANN

Skispringen

20.02.2010 

(Si) Späte Einsicht: Der Österreichische Skiverband gab wenige Stunden vor dem Springen auf der Grossschanze bekannt, dass man auf einen Protest gegen das Bindungssystem von Simon Ammann verzichte.

Nachdem der Toggenburger am Freitag zu einer weiteren Materialkontrolle angetreten war, erklärte die Jury den gekrümmten Bindungsstab für zulässig. Trotzdem liess ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner offen, ob der angekündigte Protest damit hinfällig werde. Pointner erklärte den erst am Freitagabend in Kanada eingetroffenen Skisprung-Direktor Toni Innauer sowie das Nationale Olympische Komitee für zuständig.

"Der ÖSV wird unabhängig vom Wettkampfverlauf auf einen Protest gegen das von Simon Ammann verwendete System verzichten. Der Ausgang eines allfälligen Protestes ist vorweggenommen", hiess es tags darauf im Communiqué. "Heute soll einzig der sportliche Wettkampf in einer tollen Atmosphäre im Vordergrund stehen." Mit diesen Erkenntnissen ersparte sich der ÖSV wenigstens eine weitere Peinlichkeit. Das Unverständnis der Skisprung-Gemeinde und der Imageschaden bleiben.