02.01.2010
(Si) Ein Sturz im Schlussteil der 1. Etappe der Tour de Ski hat Dario Cologna auf den 12. Rang zurückgeworfen. Angesichts des knappen Rückstandes von 17,1 Sekunden bleiben die Aussichten des Bündners auf ein gutes Schlussergebnis intakt. Im Mittelpunkt stand in Oberhof (De) Petter Northug (No), der innert 24 Stunden gleich zweimal erfolgreich war.
Er könne nicht sagen, was der Grund für seinen Sturz gewesen sei. In der Kurve einer langen Abfahrt habe es ihm einen Ski weggezogen, worauf er und ein Gegner in den Schnee gegriffen hätten, sagte Cologna. Der letztjährige Sieger der Tour de Ski hatte sich im Handicaprennen über 15 km in klassischer Technik bis zu diesem Zeitpunkt zumeist in den Spitzenposition des grossen Pulkes aufgehalten. Cologna nahm den Zwischenfall gelassen. Für den weiteren Verlauf der Tour de Ski sei sein Rückstand von geringer Bedeutung, hielt der Bündner fest. Seine Ansicht wird auch durch die Meinung vieler Trainer gedeckt, dass diese Rennserie erst am kommenden Donnerstag in Toblach (It) mit den langen Distanzen erst richtig beginnt. Nach seinem 33. Platz im Prolog hatte Curdin Perl noch angemerkt, ihm fehle noch ein kleines Stück zur Hochform. Nachdem er mit einer der besten Laufzeiten in der 1. Etappe auf den 16. Rang vorstiess, zeigte sich der Engadiner weit enthusiastischer. Vom Start weg sei er 'Vollschranz' gelaufen, was ihm durch sein gutes Gefühl und erstklassig präpariertes Material erleichtert worden sei, sagte Perl. Die Sprinter Eligius Tambornino und Peter von Allmen hoffen, heute Sonntag im Sprint einen besseren Eindruck als in den ersten beiden Wettkämpfen zu hinterlassen.
Der grosse Favorit Petter Northug zeigte den Gegnern sowohl im Prolog wie in der 1. Etappe den Meister. Gegen die Endschnelligkeit des Norwegers ist bisher noch kein Kraut gewachsen. Im Schlussteil des Handicaprennens rettete sich Northug beinahe schon mirakulös aus einer ausweglosen Situation. 500 m vor dem Ziel lag er noch mitten im Feld. Dennoch fand Northug einen Weg, sich an den Gegnern vorbeizuschieben und im Ziel noch einen Blick zur Seite zu Maxim Wylegschanin (Russ) zu wagen, der um eine Zehntelsekunde geschlagen blieb. Obwohl er 9 km lang alleine vorneweg gelaufen war, kam Davos-Sieger Matti Heikkinen (Fi) auf den 4. Platz -- eine beachtliche Leistung!